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 Betreff des Beitrags: Fliegende Ameisen in großer Zahl im Haus.Auch im 1. Stock!
BeitragVerfasst: 26. Sep. 2006, 19:05 
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Registriert: 26. Sep. 2006, 18:45
Beiträge: 2
Hallo,
zunächst ist es für mich eine große Beruhigung, diese Website gefunden zu haben und festzustellen, daß wir offensichtlich nicht die einzigen mit diesem lästige nProblem sind.
Seit vielen Jahren, ca. 8 haben wir regelmäßig im März/April und im September mit Ameisen im Haus zu kämpfen. In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder einen professionellen "Giftspritzer" anrücken lassen, der dann in die von uns erspähten Öffnungen, aus denen die Tiere kamen, Gift spritzte. Das hielt dann meist für ein paar Monate an.
Vor zwei Jahren hatten wir genug von allem und haben das halbe EG neu fliesen lassen und mit Fußbodenheizung versehen lassen. Hierbei wurde auch ca. 30 cm tief ausgeschachtet und festgestellt, daß im Flur - hoppla - keine Bodenplatte vorhanden war. Alles wurde dann neu gegossen, mit Estrich versehen, gefliest, verfugt etc und wir dachten, nun seien wir das Problem los (im Jahr davor hatten wir es mit wahren HUndertschaften der großen fliegenden Ameisen, gut 1 cm lang, schwarz, sehr dicker Körper) im FLur zu tun. SIe traten an der Wasseruhr auf. DIeser Bereich wurde dann auch neu ausgegossen und dort ist das Problem seither behoben. Im vergangenen Sommer hatten wir im Wohnzimmer an einigen Stellen kleine Ameisen, denen ich mit den handelsüblichen Giften, mit einer Spritze unter die Silikonfugen gespritzt, zu Leibe rückte.
Ebenso geschehen dieses Jahr im zweiten Flur (Mischung aus kleinen und vor drei Wochen auch großen Ameisen).
Fast hatte ich mich mit dieser Art der Bekämpfung und des "Nebeinanders" schon gewöhnt.
Nun heute allerdinsg ein Riesenschock: im Badezimmer im 1. Stock hatten wir ca 30 von den geflügelten Ameisen (Beschreibung siehe oben), die aus einer Ritze unterhalb des Wasserkastens (eingefliest, daher kann man nicht darunter sehen) neben der Duschwanne kamen. Wir haben nun die Duschwand abgebaut, das Gift dort hineingespritzt und neu verfugt. Heute abend ist alles ruhig.
ABER natürlich ist mir nach sovielen Jahren klar, daß wo immer wir sie vertreiben, sie woanders wieder rauskommen. Die Schlafzimmer unserer Kinder sind unmittelbar neben dem Badezimmer und ich werde bei dem Gedanken, die Ameisen könnten dort als nächstes auftauchen absolut hysterisch. VOr allem, da es dann eben wirklich Schwärme sind.
Alles in allem gibt es - abgesehen von der Küche, keinen Raum im EG, wo wir das Problem mit den kleinen AMeisen nicht schon hatten.
Die großen tauchten bislang in beiden Fluren auf.
Und nun im 1. Stock.
Sitzt unser Haus auf einem riesigen Ameisennest?

DIe Ausschachtung und das Neuverlegen des gesamten Bodens hat letztlich auch nicht bewirkt, dass wir die Tiere loswerden. Lediglich der extreme Befall (wie im Bereich der Wasseruhr damals) ist glücklicherweise bislang ausgeblieben.

In unserem Garten haben wir auch recht viele kleine Ameisen (dieses Jahr mehr als früher), die fliegenden Ameisen habe ich draußen noch nicht gesichtet.

Was sollen wir tun - gibt es überhaupt eine Hoffnung, dieses Thema in den Griff zu bekommen? Für Hilfe und Rat bin ich über alles dankbar, da ich langsam wirklich die Nerven verliere.

Vielen Dank im voraus!

Katharina


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 28. Sep. 2006, 09:04 
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Registriert: 07. Jul. 2005, 10:19
Beiträge: 789
Hallo Katharina,

Sie schreiben, dass die Ameisen immer im Frühjahr und im September auftauchen. Bedeutet dies, dass dabei immer geflügelte Tiere (also junge Königinnen + Männchen) beteiligt sind? Zwei Schwarmperioden wären eher ungewöhnlich für einheimische Arten. Schicken Sie mir doch bitte eine Probe (Geflügelte + Arbeiterinnen, tot oder lebend in einem Plastikröhrchen) an folgende Adresse: Gerhard Heller, Stauferring 47, 55218 Ingelheim.
Nach der Artbestimmung kann man dann weitersehen.

Gruß
G. Heller


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 Betreff des Beitrags: Proben kommen asap
BeitragVerfasst: 03. Okt. 2006, 19:14 
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Registriert: 26. Sep. 2006, 18:45
Beiträge: 2
Hallo Herr Heller,

danke für Ihre Antwort. Hatte leider keine Nachricht in meinem Mailprogramm und daher erst heute Ihre Antwort gesehen.
Ja, es ist in der Tat so, daß es sowohl im Frühjahr als auch im Herbst geflügelte Ameisen und kleine Ameisen sind. Wobei die geflügelten das weitaus größere Problem sind (wie sich in den letzten Jahren rausgestellt hat). Wann immer das Problem dieses Jahr aufgetreten ist, waren es allerdings zu 95% geflügelte Exemplare. Im vergangenen Jahr (das war allerdinsg das Jahr nach der "Grundsanierung" hier, waren es nur kleine und auch eher wenige - führe das aber auf vorübergehende Verunsicherung durch Verschluß ihrer üblichen Kanäle zurück).
Gestern traf ich ein geflügeltes Exemplar im Wohnzimmer an und erfahrungsgemäß dauert es dann nicht allzu lange, bis weitere folgen. Sobald dies der Fall ist, schicke ich Ihnen die "Proben" zu.
Vielen Dank im voraus für Ihre Hilfe!!

Beste Grüße
Katharina


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19. Okt. 2006, 07:06 
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Registriert: 26. Apr. 2004, 10:34
Beiträge: 1467
Wohnort: Reinheim
Hallo Katharina,

Herr Heller hat schon das Richtige geschrieben, so kann ich kaum etwas ergänzen. Das Wichtigste ist, dass Sie ein paar der Tiere an ihn schicken, damit man herausfinden kann, um welche Art es sich handelt. Große geflügelte Tiere im Frühjahr/ Frühsommer wären nicht so überraschend. Aber im Frühjahr UND im Herbst? Da bin auch ich gespannt, worum es sich dabei handeln könnte!

Wo liegt Ihr Haus? (Ungefährer Ort genügt).

Ich war 3 Wochen in Urlaub und konnte deshalb erst jetzt mal wieder ins Forum sehen.

Viele Grüße,

A. Buschinger


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16. Apr. 2007, 14:10 
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Registriert: 16. Apr. 2007, 13:27
Beiträge: 1
Hallo liebe Forumsteilnehmer.

Mein Name ist Thorsten und ich wohne in Witten an der Ruhr.

Ich bin auf dieses Forum gestoßen, da ich mich auf die drohende Ameisen-Welle vorbereiten wollte. Bei der Recherche bin ich über diesen Beitrag gestolpert, der scheinbar ein Spiegelbild meines jährlichen Alptraums darstellt.

Ich wohne zusammen mit meiner Oma in einem älteren Gebäude mit Etagen-WCs. Das WC im Erdgeschoss und jenes im 1. Stock, nicht aber das im 2. Stock werden regelmäßig mit den geflügelten Ameisen bevölkert. Das geschieht manchmal über Nacht, so dass man bei einem nächtlichen Klobesuch nicht unbedingt allein ist, wo man gerne allein sein möchte :wink:

Auch bei uns stellt es sich so dar, dass es jährlich 2 Zeitpunkte des unerwünschten Besuches gibt. Einmal zu Beginn der warmen Jahreszeit und einmal gegen Ende.

Da ich eigentlich keine Tiere töten möchte, habe ich auf eine friedliche Alternative gehofft. Außerdem ist die Bekämpfungstaktik meiner Oma mit Insektenspray, Köderfallen etc. genauso unerfolgreich wie meine Strategie: Fenster öffnen und das Klo im 2. Stock benutzen!

Meine Frage: Wie ist die Geschichte der Threaderöffnerin zu Ende gegangen? Gab es eine Probenbestimmung? Sind Proben von mir erwünscht, sobald es los geht? Hat jemand praktische , vielleicht sogar friedliche Tipps?

Die WCs sind übrigens mit Holz verkleidet. Dieses ist bereits schonmal komplett abgenommen worden, da das Insektenproblem seit Jahren besteht. Die Öffnungen der Rohrendurchführungen und der Fugen im Problembereich (am Fenster) wurden mit Silikon "erfolglos" abgedichtet. Die waren die einzigen Stellen, an denen Überreste von den Tieren zu sehen waren. Von einem Nest fehlt jede Spur.

Falls mir jemand antworten möchte, wäre ich dankbar.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17. Apr. 2007, 16:56 
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Registriert: 26. Apr. 2004, 10:34
Beiträge: 1467
Wohnort: Reinheim
Hallo Thorsten,

Ich habe Herrn Heller angemailt und erhielt die Auskunft, dass er jedenfalls keine Tiere zur Bestimmung bekommen hat. Ist leider so ziemlich das Übliche: Wenn die Leute merken, dass wir auch keinen Abrakadabra-Zauberspruch zur Vertreibung der Ameisen haben, scheuen sie jeden kleinsten weiteren Aufwand. Nichts ist schwerer, als im Internet eine auch nur kleine Zusammenarbeit zu erreichen.

Besonders interessant ist ja im ersten Teil dieses threads, und auch jetzt in Ihrem Beitrag. dass die Geflügelten zweimal im Jahr auftreten. Das ist bis jetzt von den beiden Arten, auf die unsere Vermutung hinausläuft, nicht bekannt. Deshalb wäre es EXTREM wichtig, mal ein paar Tiere dieser Art in die Hand zu bekommen (es könnte sich ja auch noch um eine dritte Art handeln).

Bitte schicken Sie mir also ein paar Arbeiterinnen und möglichst ein paar der Geflügelten zu. Es geht in jedem kleinen Behälter (Medizinfläschchen o.dgl.), in irgendetwas Alkoholischem (Brennspiritus, Spiritus aus der ASpotheke, notfalls geht auch ein klarer Schnaps; muss ja nur ein Fingerhut voll sein).
Adresse: Dr. A. Buschinger, Rossbergring 18, 64354 Reinheim.

Viele Grüße,
Ihr A. Buschinger

_________________
!!! EINHEIMISCHE HAUSAMEISEN SIND KEINE SCHÄDLINGE per se !!! - Sie nutzen nur Baufehler bzw. Bauschäden zur Anlage ihrer Nester. Dies ist anders bei Exoten wie Pharaoameise, Pheidole spp. usw..


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 Betreff des Beitrags: Ameisen im Wohngebäude
BeitragVerfasst: 19. Mai. 2007, 20:33 
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Registriert: 19. Mai. 2007, 19:54
Beiträge: 2
Wohnort: Hamburg
Hallo!
Schon seit mindestens zehn Jahren leben wir in unserem Haus mit Ameisen zusammen: Mitten in in der Großstadt Hamburg, allerdings mit den Resten eines Hochmoores in der Nähe, das Gebäude ist dreigeschossig mit Holzbalkendecken und einem zweischaligen Aussenmauerwerk. Der Ameisenbau befand sich bis vor zwei Jahren im wesentlichen in der Decke zwischen EG und erstem OG, hat sich allerdings nach einer Baumaßnahme im Jahr 2005, soweit feststellbar, in eine Trennwand des EG und die Kellerdecke zurückgezogen.
Die Ameisen sind in ihrer ganzen Aktivitätsphase Jahr für Jahr präsent, allerdings nur in überschaubaren Zeiträumen deutlich wahrnehmbar - dann manchmal auch störend. Je nach Wetterverhältnissen ist die erste wahrnehmbare Aktivität Beschaffung von Wasser und Nahrung, hierbei werden nur wenige einzelne Arbeiterinnen sichtbar, die interessanterweise jedes Jahr andere "Quellen" ansteuern-mal eine Küche, dann ein Bad, einmal sogar ein Regenfallrohr. Die zweite, manchmal auch störende Phase, findet im Frühling statt und ist von unterschiedlicher Dauer, bis zu mehr als 14 Tagen. Hierbei treten geflügelte Exemplare in größerer Zahl (einige Dutzend bis einige hundert) bevorzugt in den Morgenstunden ans Tageslicht. Es scheint , daß sie versuchen Abflugplätze ansteuern, obwohl sie nicht schwärmen. Tatsächlich folgen ihnen ungeflügelte Arbeiterinnen und auch bei geschlossenen Fenstern etc. sind bis zum mittag oder frühen nachmittag (nahezu) alle Ameisen fort. Mir schien dieses Verhalten geradezu "lehrbuchmäßig" zu sein. Die dritte und zahlenmäßig größte Phase erfolgt im Spätsommer: der Schwarm. Da dieser nie länger als drei Tage dauerte (in der Regel weniger) stört er tatsächlich kaum.
Bis hierhin wird die/der LerserIn sich sicher spätestens fragen, warum wir seit mindestens zehn Jahren dieses Verhalten erleben und tolerieren. Die Erklärung ist ebenso einfach wie interessant: aufgrund der Lage unseres Hause haben wir sehr viele Fluginsekten in Umfeld und Garten die weitaus "lästiger" sind als die Ameisen; an erster Stelle Stechmücken, aber auch div. Fliegenarten. Unsere Beobachtung zeigt, daß selbst wenn wenige Meter in den Garten wir manchmal sekundenschnell von Mücken massiv bedrängt werden, sich in das Haus nur selten Mücken bewegen. Auch mit anderen Insekten verhält es sich ähnlich. Wir haben dies, bei Nachbarn unbekannte Phänomen, immer unseren Ameisen zugerechnet und sie daher gern toleriert. Auch haben wir eine für Hamburg untypische Vogelvielfalt, u.a. Buntspechte und Schwarzspechte, denen wir die reiche "Nahrung" auch gern gönnen.
Dieses Jahr haben unsere Ameisen zum ersten mal ihren Abfallplatz so präzise an eine Duschtasse plaziert, daß sie auch noch "selbstreinigend" geworden sind-wir möchten sie nicht mehr missen! ;-)


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