Wir haben ein ähnliches Problem wie ubentz:
In den letzten Jahren (Frühjahr-Sommer) traten bei uns im Haus immer wieder einzelne große Ameisen auf, fast in jedem Zimmer mal eine oder zwei, ohne Häufung in bestimmten Ecken. Man sah auch nie, dass sie aus bestimmten Löchern gekommen waren... Misstrauisch wurde ich letztes Jahr, weil ich in unserem Wintergarten unter der Verkleidung einer Wand ein leises ständiges Kratzgeräusch bzw. Rascheln wahrnahm. Auch hatten sich die Fliesen darüber leicht angehoben. Es war aber keine Ameise in dem Bereich und dann kam der Herbst und das Ganze geriet wieder in Vergessenheit.
Als dieses Frühjahr dann wieder Ameisen herumliefen, begann ich nachzuforschen. Im Internet fand ich heraus, dass es holzzerstörende Ameisen gibt. Allerdings tat ich mir mit einer Bestimmung schwer. Also nahm ich Kontakt mit einem Schädlingsbekämpfer auf, schickte ihm ein paar Ameisen zu und er bestimmte sie als Camponotus herculeanus. Er riet mir, die Verdachtsecke näher zu betrachten. Eine Bekämpfung sei nicht mit Ködern zu erreichen, man müsse das Gift direkt ins Nest einbringen.
Kam noch die Ferienzeit dazwischen, dann legten wir vergangenen Samstag los. Tatsächlich fanden wir unter den Fliesen (Holzgerüst, darauf an der Wand Gipsplatte, oben zur Abdeckung eine Faserplatte, darauf waren die Fliesen) eine durchgefressene Faserplatte und darunter massenhaft Ameisen. Wir besprühten diese mit Paral Insektenspray (0,25 g / 100 g Pyrethrumextrakt, 1 g / 100 g Piperonylbutixid), was sie schnell lahmlegte bzw umbrachte, sodass wir nach und nach immer mehr vom befallenen Holz abtragen konnten (an der einen Seite unterhalb eines großen Fensterelements). In den vergangenen drei Tagen haben wir alles an dieser Stelle beseitigt, was aus Holz bestanden hatte. In den Zwischenräumen warenneben tausenden Ameisen auch geflügelte große Tiere (Königinnen) und einige weißliche Larven. Nur: es hat den Anschein, dass wir nicht alle Ameisen erreicht haben. Ich habe die Befürchtung, dass im Haus noch weitere Nestanteile sind. Sie lassen sich aber nicht lokalisieren. Ein Ameisengang verschwindet unter dem großen Fensterelement und lässt sich nicht so einfach aufreißen. Auch scheinen die Ameisen unter der Holzverkleidung des Flures sowie möglicherweise auch unterm Dachgebälk zu wandern (sie konnten fast in jedem Zimmer auftauchen).
Der Beitrag von Gerhard Heller lässt mich nun hoffen, dass wir durch Ausbringen von geeigneten Ködern doch noch die restlichen Ameisen loswerden können. Wie gehe ich am besten vor? Vermutlich sollte ich nun nicht mehr Gift sprühen, sondern versuchen, geeignete Köder aufzustellen, die dann von den Ameisen angenommen werden müssen...
Ich könnte auch erstmal versuchen, ob sie Zuckerwasser mögen, um geeignete Aufstellplätze harauszufinden. Ein Versuch mit Zuckerrübensirup schlug fehl. (Die Ameisen mögen gerne tote Schmetterlinge, aber die sind ja nicht so leicht zu beschaffen

)
Oder ist der Moment schlecht gewählt, weil bald schon die Ruhephase beginnt und die Ameisen kein Interesse an Futter haben?
Ich hoffe, Sie können mir einen Rat geben. Vielen Dank schon mal!