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 Betreff des Beitrags: Beseitigung ohne zu töten / praktisch unmöglich!
BeitragVerfasst: 20. Jun. 2013, 18:13 
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Registriert: 20. Jun. 2013, 17:36
Beiträge: 5
Guten Abend,

zunächst darf ich mich als neues Mitglied in diesem Forum vorstellen: Mein Name ist Josef Krumpholz, den Usernamen "Poempel" habe ich von einer meiner Hauskatzen geborgt.
Zu meinem Problem: Im Herbst vergangenen Jahres erwarben meine Frau und ich ein Mehrfamilienhaus mit diversen Nebengebäuden. Bei einem der letztgenannten war das Dach an mehreren Stellen undicht, so daß auch die Dachkonstruktion (offen) dadurch gelitten hatte. Die Eindeckung (Schweißbahn) wurde umgehend erneuert, das Holz trocknete aus. Senkrecht unter manchen Sparren bildeten sich immer wieder längliche Haufen eines weichen, undefinierbaren Materials, das sich in den vergangenen Tagen als "Ameisenabfall" herausgestellt hat. Denn in der Holzkonstruktion wohnen diese Tiere.
Mein Problem: Ich möchte sie nicht töten! Trotzdem müssen sie weg bzw. umgesiedelt werden. Denn noch ist das Dach rettbar.
Weiß jemand Rat?

Danke im voraus!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Beseitigung ohne zu töten / Umsiedeln macht keinen Sinn
BeitragVerfasst: 21. Jun. 2013, 13:06 
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Registriert: 26. Apr. 2004, 10:34
Beiträge: 1320
Wohnort: Reinheim
Hallo Herr Krumpholz,

Umsiedeln können Sie vergessen! Wer treibt schon den Aufwand, einen Schädling einzufangen und an anderer Stelle auszusetzen. Falls es sich um eine der üblichen Arten handelt, ist das Umsiedeln ohnehin praktisch unmöglich.
Sie können versuchen, nach den vielen hier im Forum für Lasius brunneus angegebenen Verfahren die Ameisen abzutöten, und dann hoffen, dass es nicht zu einer Neubesiedlung kommt.

MfG,
A. Buschinger


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 Betreff des Beitrags: Re: Beseitigung ohne zu töten / praktisch unmöglich!
BeitragVerfasst: 23. Jun. 2013, 09:23 
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Registriert: 20. Jun. 2013, 17:36
Beiträge: 5
Hallo Herr Buschinger,

vielen Dank für die rasche Rückmeldung.
Inzwischen habe ich mich hier ein bißchen eingelesen und glaube erkannt zu haben, daß die Ameisen sich nicht festgesetzt hätten, wäre kein Wassereindrang erfolgt. Könnte es demnach sein, daß sie auch wieder verschwinden, wenn das Gebälk lange genug trocken ist?
Ich möchte nämlich wirklich nicht töten. Auch wenn man diese Tiere als Schädlinge bezeichnet, so ist es ja nicht ihre Absicht, mich zu schädigen. Sie wollen einfach nur leben - wie der Mensch auch. Das klingt natürlich sehr naiv, aber ich würde eventuell sogar so weit gehen, das Gebälk zu erneuern anstatt die Tiere zu ermorden.

Gruß aus Franken
J.Krumpholz


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 Betreff des Beitrags: Re: Beseitigung ohne zu töten / praktisch unmöglich!
BeitragVerfasst: 23. Jun. 2013, 11:40 
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Registriert: 08. Apr. 2013, 16:39
Beiträge: 13
Gebälk erneuern, ohne den dort wohnenden Ameisen zu nahe zu treten, wird auch nicht gelingen. Aber immerhin wird sich das Volk dann über die erneuerte Nistmöglichkeit freuen. Ich weiß nicht, ob solche Beiträge ernst zu nehmen sind. Oder ist es vielleicht sogar als Provokation an die Adresse derjenigen gedacht, die wirklich ein ernsthaftes Problem mit Ameisen haben?


Zuletzt geändert von Reif am 23. Jun. 2013, 18:48, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Beseitigung ohne zu töten / praktisch unmöglich!
BeitragVerfasst: 23. Jun. 2013, 15:43 
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Registriert: 26. Apr. 2004, 10:34
Beiträge: 1320
Wohnort: Reinheim
Hallo Reif,

Ganz so weit möchte ich nicht gehen. Aber es wäre für manchen User schon ganz nützlich, hier im Forum mal etwas zu stöbern.
Für poempel habe ich mal einen Thread herausgesucht, der einen Eindruck von einem Ameisennest im feuchtem, teilweise morschem Holz vermitteln kann. Bei diesem Anblick sollte eeigentlich jedem die Idee zu einer "Umsiedlung" von ganz alleine vergehen:
viewtopic.php?f=22&t=156

MfG,
A.Buschinger


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 Betreff des Beitrags: Re: Beseitigung ohne zu töten / praktisch unmöglich!
BeitragVerfasst: 27. Jun. 2013, 18:13 
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Registriert: 20. Jun. 2013, 17:36
Beiträge: 5
Hallo Reif, hallo Herr Buschinger,

ich will keinesfalls provozieren oder mich vielleicht lustig machen über diese Forum! Mir ist wirklich daran gelegen, das Problem in den Griff zu kriegen, ohne Lebewesen zu töten.
Leider ist meine Frage nicht beantwortet, hier der Ausriss:
"Könnte es demnach sein, daß sie auch wieder verschwinden, wenn das Gebälk lange genug trocken ist?"

Danke und Gruß aus Franken
J.Krumpholz


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 Betreff des Beitrags: Re: Beseitigung ohne zu töten / praktisch unmöglich!
BeitragVerfasst: 28. Jun. 2013, 10:52 
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Registriert: 30. Dez. 2012, 17:53
Beiträge: 9
Hallo Herr Krumpholz,
poempel hat geschrieben:
"Könnte es demnach sein, daß sie auch wieder verschwinden, wenn das Gebälk lange genug trocken ist?"

das kann sein, oder auch nicht; die Erfolgsaussichten sind jedenfalls eher gering. Größere Ameisenkolonien können innerhalb gewisser Grenzen ihr Nestklima durch Eintragen von Feuchtigkeit von außen selbst regeln oder sie ziehen ein Stück weit um so dass es wieder für sie erträglich wird. Dem ist nur schwer beizukommen. Ihre Art der Fragestellung lässt zudem vermuten, dass die bewohnten Balken schon eine Grundfeuchtigkeit aufweisen; dies sollte m. E. von einem Fachmenschen überprüft werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beseitigung ohne zu töten / praktisch unmöglich!
BeitragVerfasst: 01. Jul. 2013, 11:33 
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Registriert: 20. Jun. 2013, 17:36
Beiträge: 5
Danke für die Antwort!
Offenbar ist es nicht ausgeschlossen, daß die Ameisen bei abtrocknendem Holz verziehen. Ich habe nämlich tatsächlich das Gefühl, daß dem so ist, weil die "Holzmehlhaufen" am Boden immer kleiner werden.
Der Wassereindrang hat über einen Zeitraum von mehreren Monaten stattgefunden, da die Dacheindeckung defekt war. Das Problem ist behoben, die Balken sind von außen her bereits wieder trocken.
Vielleicht klappt es ja tatsächlich, würde mich freuen.

Gruß aus Franken
J.Krumpholz


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 Betreff des Beitrags: Re: Beseitigung ohne zu töten / praktisch unmöglich!
BeitragVerfasst: 13. Sep. 2013, 15:19 
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Registriert: 20. Jun. 2013, 17:36
Beiträge: 5
poempel hat geschrieben:
Danke für die Antwort!
Offenbar ist es nicht ausgeschlossen, daß die Ameisen bei abtrocknendem Holz verziehen. Ich habe nämlich tatsächlich das Gefühl, daß dem so ist, weil die "Holzmehlhaufen" am Boden immer kleiner werden.
Der Wassereindrang hat über einen Zeitraum von mehreren Monaten stattgefunden, da die Dacheindeckung defekt war. Das Problem ist behoben, die Balken sind von außen her bereits wieder trocken.
Vielleicht klappt es ja tatsächlich, würde mich freuen.

Gruß aus Franken
J.Krumpholz



ERFOLGSMELDUNG!!!
Bereits vor Wochen habe ich feststellen können, daß die Ameisen weniger geworden sind.
Seit etwa zehn Tagen habe ich keine einzige mehr gesehen, auch auf dem am Fußboden ausgelegten weißen Papier hat sich keine Spur von "Mehl" mehr finden lassen.
Ich glaube, sie sind wirklich umgezogen, ohne daß ich eine einzige habe umbringen müssen.
Danke hier nochmal für die Unterstützung.

Gruß aus Franken
J.Krumpholz


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 Betreff des Beitrags: Re: Beseitigung ohne zu töten / praktisch unmöglich!
BeitragVerfasst: 13. Sep. 2013, 15:45 
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Registriert: 26. Apr. 2004, 10:34
Beiträge: 1320
Wohnort: Reinheim
Hallo poempel,

Kann Ihnen nur wünschen, dass Sie Recht haben!
Diese Ameisen gehen jetzt in die Winterruhe; bauen und furagieren nicht mehr bis vielleicht Februar-März.
Wenn Sie hier im Forum die letzten ca. 20 Einträge durchsehen (auf Datum achten!), dann ist mit Lasius brunneus nichts mehr los. Das ist Natur.

MfG,
A. Buschinger

_________________
!!! EINHEIMISCHE HAUSAMEISEN SIND KEINE SCHÄDLINGE per se !!! - Sie nutzen nur Baufehler bzw. Bauschäden zur Anlage ihrer Nester. Dies ist anders bei Exoten wie Pharaoameise, Pheidole spp. usw..


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