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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 12. Mai. 2011, 21:36 
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OK, danke für die gewohnt rasche Antwort! :wink:
Es ist beruhigend zu wissen, dass die ganzen Mutterschiffe nicht in weiteren Nischen neue Nester produzieren wollen...

Nun weiß ich was zu kaufen ist werde mal aktiv werden.
Ich werde selbstverständlich alle Interessierten hier weiterhin mit "Wasserstandsmeldungen" bei meinem netten Projekt "Der kleine Ameisen-Mörder" auf dem Laufenden halten... :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 18. Mai. 2011, 08:07 
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Ich habe da noch eine Frage zum anködern meiner unliebsamen Mitbewohner:

Im Forum war nun schon an einigen Stellen zu lesen, dass die Wirkstoffe Fipronil und/oder Spinosad mit Wasser (jeweils 1 Teelöffel) und etwas Honig dargeboten werden sollen.
Auch solle man zunächst ausschließlich Honig und Wasser OHNE Gift anbieten, um die Ameisen anzuködern und ihnen das Gefühl zu geben, dass man es gut mit ihnen meint. :mrgreen:

Jetzt zu meiner Frage: Wie lange sollte ich die Tierchen OHNE Gift anfüttern?

EDIT:
Ich habe nun vier Köderdosen aufgestellt:
Zwei mit einer Mischung 1/4 Honig zu 3/4 Wasser und zwei mit 3/4 Honig zu 1/4 Wasser (also genau andersherum). Das ganze noch OHNE weitere Zusätze (Gifte).
Jeweils eine habe ich in zwei Einzugsbereiche (direkt vor dem Loch wo sie rauskommen) gestellt.
Ehrlich gesagt, habe ich darauf gehofft, dass sich die Arbeiterinnen sofort darauf stürzen. Diese sind aber eher verhalten und wuseln drumherum als gierig den Honigsaft aufzusaugen.
Mache ich irgendetwas falsch oder dauert es etwas, bis die realisiert haben, dass es hier lecker Happa gibt?
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Dateikommentar: Mischung 1/4 Honig zu 3/4 Wasser
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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 19. Mai. 2011, 06:36 
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Liebe Ameisenexperten,

vor ca. 2 Wochen wurde ich aktiv und stellte Ameisenköder im betroffenen Zimmer und vor dem Haus auf. Nach einigen Tagen wurde klar dass ich mindestens 2 Nester der Lasius emarginatus oder L. brunneus an verschiedenen Stellen im Haus haben muss - weil auf einmal wimmelte es im Zimmer daneben vor angeschlagenen und sterbenden Ameisen - und außen am Haus marschierte eine zweite Gruppe meiner Hauptameisen gesund geordnet und munter zum Dach hinauf.
Im Zimmer habe ich weitere Köder aufgestellt die bis jetzt angenommen werden. Die Köder außen am Haus hingegen wurden kaum angenommen, sodass ich schließlich Spinosad gestreut habe. Schön langsam sehe ich weniger Ameisen der holzzerstörenden Art herumlaufen und hoffe dass das nur Nachkommen sind die früher oder später auch eingehen. Meine harmlose – weil nicht holzzerstörend – Badameise hat den Köder ebenfalls angenommen und belastet mich nicht weiter.
Ich habe jetzt folgende Frage – aus Angst vor neuen jungen Ameisenköniginnen - wie suchen sich diese ihre Nester?
Kriechen sie dabei nur auf der Erdoberfläche herum, suchen sie eher unter der Oberfläche (wie tief?) - oder fliegen sie dabei? Davon hängt ab wie ich weiter vorgehe. Im Fundament (ein kleines Stück habe ich wegen der Ameinseninvasion aufgegraben) sind unterhalb der Erdoberfläche lauter Ritzen u. Spalten die durch die Getier ins Haus eindringen kann. Eine Fundamentsanierung wäre finanziell ein riesen Aufwand.

Mit freundlichen Grüßen
Annemarie


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 19. Mai. 2011, 12:15 
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verzweifelte hat geschrieben:
Im Zimmer habe ich weitere Köder aufgestellt die bis jetzt angenommen werden.

Meine Ameisen scheint der Wasser-Honig-Mix (zum anködern) überhaupt nicht zu interessieren, obwohl ich denen das direkt vor die Nase gestellt habe (siehe Fotos).
Welche Art Köder in welcher Zusammensetzung verwenden Sie bei den Ködern, die von Ihren unliebsamen Hausbewohnern angenommen werden?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 19. Mai. 2011, 19:49 
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Hallo dlepeschka,

den Bildern nach haben die Ameisen derzeit wenig Appetit auf Süßigkeiten. Auf einem der Bilder ist auch ein junges Weibchen erkennbar. Allgemein gilt, dass Ameisen in der Schwärmzeit weniger gern an Köder gehen. Ob dies daran liegt, dass die Arbeiterinnen etwas "durch den Wind" sind oder die Versorgungslage im Freiland in dieser Zeit so gut ist, kann ich nicht sagen. Das zeitige Frühjahr ist jedenfalls die weitaus bessere Zeit für Köderanwendungen.
Aber nicht entmutigen lassen und immer wieder mal Köder ohne Wirkstoff "antesten"! Auch mal Fleischköder probieren (Katzendosenfutter etc.)! Wenn sich zeigt, dass die Ameisen zu Hunderten anrücken, Köder mit Wirkstoff anbieten.

Gruß
G. Heller


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 19. Mai. 2011, 20:07 
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Hallo "Verzweifelte"

sieht tatsächlich so aus, dass die Kolonie, die Straße zum Dach hat, nicht zu den Zimmerbewohnern gehört. Haben Sie schon mal geschaut, ob die evtl. die Dachbalken besiedeln. Oder was gäbe es sonst für einen Grund (z.B. Zweige, die das Dach berühren?) für das Emporlaufen? Anscheinend verfügen sie über ausreichende Nahrungsquellen, so dass sie deshalb den Köder ignorieren. Versuchen Sie es mal mit einem Köder auf Proteinbasis. Wenn der gut angenommen wird, mit Nexalotte Ameisenstreumittel (Fipronil) vermischen!
Wenn die Sanierung des Sockels zu aufwändig und teuer ist, können Sie rings um die Hauswand das Ameisenstreumittel im Gießverfahren ausbringen.

Gruß
G. Heller


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 19. Mai. 2011, 20:20 
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Hallo Herr Heller,

danke für den Tipp.
Wie es aussieht, haben meine Ameisen derzeit tatsächlich wenig Lust auf Süßes.
Ich habe ihnen nun den Nexa Lotte Köder (Granulat mit Fipronil) in Wasser aufgelöst mit etwas Leberwurst angeboten und tatsächlich scheinen die Jungköniginnen nicht mehr ganz so interessant zu sein (siehe Fotos). :mrgreen:
Dabei scheint es auch etwas zu bringen, die Köderlösung mit Q-Tipps zu tränken und sie den Tierchen direkt anzubieten.

So emsig waren meine Ameisen in all den Jahren noch nicht an einem Köder am werkeln. Eine Schande nur, dass hochbezahlte "Profis", die beruflich zum Ziel haben Schädlinge zu bekämpfen, anscheinend keinen blassen Schimmer von den unterschiedlichen Vorlieben der Ameisen haben.
In dem Zusammenhang noch mal ein dickes Lob an dieses tolle Forum! :D

EDIT:
Hier noch mal ein Nachtrag mit einer angeschlossenen Frage an die Experten:
Mein Köder (Leberwurst & Nexa Lotte Mix, s.o.) wird immer noch gut angenommen.
Nun zeigen sich auch schon die ersten "Erfolge", denn neben den Ködern liegt jetzt schon die ein oder andere tote Ameise. Dies ist ja deshalb nur ein fragwürdiger Erfolg, weil ich ja nicht die Arbeiterinnen treffen will, sondern die Königin und deren Brut.
Muss ich nun davon ausgehen, dass mein Köder zu hoch dosiert war und die Ameisen es nicht zurück ins Nest schaffen, um damit die Königin/Brut zu versorgen oder ist das normaler "Kollateralschaden" und alles kann bleiben wie gehabt?
Und sollte ich die verendeten Ameisen schnell beiseite schaffen, um den lebenden Krabblern nicht das Gefühl zu vermitteln, dass mein Köder schlecht für sie ist und sie es deshalb weiterkommunizieren und letztlich meinen Köder dann meiden? Oder spreche ich den kleinen Tierchen damit zuviel Intelligenz zu?

Bisher habe ich die jedenfalls für deren Größe und Beschaffenheit (wir reden hier immerhin "nur" über wirbellose Insekten) als sehr schlaue kleine Tierchen kennengelernt...

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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 20. Mai. 2011, 22:37 
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Hallo Herr Dr. Heller,

Die Ameisenkolonie am Dach kam wahrscheinlich dadurch zustande dass Äste von zwei Eiben aufs Dach ragten und die Dachrinne darunter mit Nadeln komplett (wahrscheinlich seit Jahren) verstopfte. Die beiden Bäume wurden im letzten Winter gefällt und die Dachrinne habe ich inzwischen ausgeräumt- da hat es vor Ameisen gewimmelt. Am Dachboden habe ich in einem dunklen nicht zugängigen Winkel eine Anhäufung entdeckt - wie ein Ameisenhügel und teilweise leicht beschädigte Dachbalken (von Ameisen?) aber nur zwei meiner ,,Hauptameisen“ .
Morgen probiere ich ob Katzenfutter als Köder angenommen wird - Hoffentlich !
Und …. mittels welcher Fortbewegungsart sich die jungen Ameisenköniginnen ein Nest suchen – fliegend, kriechend od. grabend – ist das bekannt? Bei kriechend z.B. würde ich sofort die aufgegrabene Stelle beim Fundament zuschütten und das Erdreich feststampfen.

Mit freundlichen Grüßen
Annemarie


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 23. Mai. 2011, 07:50 
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Guten Tag Herr Heller,

seit gestern abend habe ich insgesamt eine Arbeiterin (!) und eine geflügelte Ameise (!) gesehen.
Vorher waren es tausende.
Ich kann nicht so recht glauben, dass es das gewesen sein soll... :shock:

Wie schnell wirkt dieses Fipronil denn eigentlich nachhaltig im Nestbereich (= Abtöten der Königin und Brut)?

EDIT:
Lesen bildet: :wink:
Nun habe ich schon die Antwort auf obige Frage gefunden. Wo, wenn nicht hier! :)

Allerdings beantwortet das meine Frage nicht gänzlich.
So kann ich mir derzeit nicht erklären, warum auch die Jungköniginnen sich überhaupt nicht mehr blicken lassen.
Gibt es dafür eine Erklärung oder Vermutung?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 23. Mai. 2011, 12:51 
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Beiträge: 795
Hallo Annemarie

zu Ihrer Frage, wie junge Ameisenweibchen sich auf die Suche nach einer Nistgelegenheit begeben: Weibchen der Wegameise L. niger entflügeln sich meist sofort, wenn sie während oder nach der Begattung am Boden gelandet sind. Man sieht sie dann in großen Mengen hektisch am Boden umher krabbelnd nach einem Unterschlupf suchen oder beim Graben. Weibchen von L. brunneus habe ich mehrfach geflügelt oder bereits entflügelt an Bäumen laufend gesehen. Daraus ist zu schließen, dass Bäume gezielt angeflogen werden. Nester werden in hohlen Zweigen, Gängen anderer Insekten oder unter Rinde gegründet. Befall in Häusern muss nicht unbedingt durch gelandete Weibchen entstehen. Auch Umzug einer Kolonie aus dem Freiland kommt vor.

Gruß
G. Heller


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 23. Mai. 2011, 13:03 
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Registriert: 07. Jul. 2005, 10:19
Beiträge: 795
Hallo dlepeschka,

dass sich keine Jungköniginnen mehr blicken lassen, könnte an folgenden Möglichkeiten liegen:
1) sie wurden ebenfalls von Arbeiterinnen gefüttert
2) da vergiftete Arbeiterinnen im Nest häufig den Inhalt ihres "Kropfes" erbrechen, können Vergiftungen auch durch Kontakt (also ohne gegenseitiges Füttern) ausgelöst werden
3) durch die hohe Mortalität im Nest ist der soziale Zusammenhalt der Kolonie und somit auch die Schwarmstimmung zusammengebrochen

Also erst mal die nächsten Tage abwarten!

Gruß
G. Heller


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 24. Mai. 2011, 10:23 
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Registriert: 10. Mai. 2011, 08:05
Beiträge: 59
In diesem Posting stelle ich nochmal für alle Interessierten das Rezept meiner Köderpaste ein:

Köderzubereitung:

Ein Kaffeemesslöffel "Nexa Lotte Ameisenmittel" (Granulat mit Fipronil) in ca. 3 Teelöffeln heißem Wasser auflösen (lange rühren, da Wirkstoff schlecht wasserlöslich ist).

Danach ca. 6-7 cm langen Streifen feine Leberwurst (die kleinen fertig abgepackten vom Discounter) dazugeben und gut mit der Granulatlösung vermischen, so dass sich eine sämige Paste aus Zucker- & Proteinlösung ergibt. Das Mengenverhältnis Leberwurst zu Granulatlösung ist ca. 2 : 3 Teile.

Die Paste in Köderdosen füllen und vor die Ausgänge stellen. Zusätzlich mit Köderlösung getränkte Q-Tipps direkt auf die Laufwege legen und möglichst alle paar Stunden erneuern, damit ein frischer attraktiver Köder angeboten wird.

Ich habe die Köder jeden Tag neu angerührt, um größtmögliche Attraktivität des Köders beizubehalten.
Auf ein vorheriges Antesten des Köders ohne Gift habe ich verzichtet.


Wie die Fotos weiter oben belegen, haben meine Ameisen (Lasius Brunneus) diese Zusammensetzung sofort gut angenommen, nachdem ein Schädlingsbekämpfer zuvor drei Jahre (!) lang mit seiner anscheinend aus Blattgold bestehenden Paste (andernfalls kann ich den Preis nicht nachvollziehen) vermutlich nicht eine Ameise töten konnte, geschweigedenn auch nur ansatzweise mit seinem Gift in die Nähe der Königin gelangt ist.

Wie Herr Heller schon an anderer Stelle vorhergesagt hat, trat die maximale Wirkung nach ca. 3 Tagen ein.

Und hier der protokollarische Verlauf des Befalls in 2011 (wird in 2011 weiter ergänzt):

    - Prophylaktische Köderausbringung vom Schädlingsbekämpfer im Februar verbunden mit Durchhalteparolen "Irgendwann kriegen wir sie!" (Köder: irgendein unwirksamer Mist von Bayer aus einer schicken Gelpistole :mrgreen: )
    - Erste Arbeiterinnen waren zu sehen Anfang Mai (Anfang 19 KW)
    - Am 18.05. Honig-Wassermix (ohne Gift) aufgestellt – keine Aufnahme des Köders durch Ameisen
    - Am 19.05. Köder mit Nexa Lotte (Fipronil) und Leberwurst angesetzt – sehr gute Aufnahme durch Ameisen
    - Am 20.05. frischen Köder mit Nexa Lotte (Fipronil) und Leberwurst angesetzt – etwas verhaltenere Aufnahme durch Ameisen im Vergleich zum Vortag
    - Am 21.05 frischen Köder mit Nexa Lotte (Fipronil) und Leberwurst angesetzt – noch etwas verhaltenere Aufnahme durch Ameisen im Vergleich zum Vortag, deutlich weniger Ameisen zu sehen
    - Am 22.05 frischen Köder mit Nexa Lotte (Fipronil) und Leberwurst angesetzt – fast keine Ameisen zu sehen (weder krabbelnd, noch fliegend), dadurch keine Aufnahme des Köders zu sehen
    - Am 23.05. keinen frischen Köder mehr aufgestellt, da keine Ameisen mehr zu sehen sind
    - 24.05. bis 26.05.: Die noch lebenden Arbeiterinnen scheinen die Ameisenkadaver aus dem Nest ins Freie zu befördern. Dabei werden zumeist die Ameisenkörper in Einzelteilen ans Tageslicht befördert (warum auch immer zerstückelt?). Vor einigen Ausgängen sieht es deshalb ein wenig wie nach einem Ameisen-Massaker aus. Sowohl Arbeiterinnen als auch Geflügelte sind nur noch ganz vereinzelnd anzutreffen - das (Kinder-)Zimmer wurde gestern deshalb wieder von meinem Sohn bezogen.
    - 27.05. bis 29.05.: Es werden weiterhin Ameisenkadaver und Ameiseneinzelteile aus dem Nest transportiert, ohne das ich erkennen kann, wer die ganze Arbeit verrichtet. Meine Vermutung ist, dass die Tierchen vielleicht selbst mit letzter Kraft den letzten Gang ins Freie antreten, um dann dort zu verenden. Das erklärt aber nicht, warum da soviele Einzelteile rumliegen. Vielleicht kann einer der Experten dazu ja noch eine Vermutung abgeben? Hin und wieder läuft mir auch noch mal eine Arbeiterin über den Weg. Geflügelte sind gar nicht mehr zu sehen. Frischer Köder lege ich derzeit mangels erkennbarer Aktivität nicht mehr aus. Die alten mittlerweile schon eingetrockneten Köder habe ich aber noch liegen gelassen.
    - 31.05.: Heute morgen waren mal wieder 6-7 Geflügelte an der Scheibe zu sehen, die sich auch bester Gesundheit zu erfreuen schienen, bis ich sie eingesaugt habe. :mrgreen:
    Arbeiterinnen laufen immer noch vereinzelnd und zunehmend ziellos in der Gegend herum und wirken dabei stark angeschlagen, bis sie schließlich verenden. Interessanterweise sind besagte Arbeiterinnen nun auch in Räumen zu finden, in denen ich das ganze Jahr noch keine einzige Ameise gesehen habe.
    - 01.06. bis 02.06.: Es werden weiterhin Ameisenfragmente aus dem Nest gebracht. Herr Heller hat mir weiter unten mitgeteilt, dass somit vermutlich noch nicht alle Ameisen aus dem Nest getilgt sind. Es tauchen jetzt auch wieder vereinzelnd etwas mobilere und weniger angeschlagene Arbeiterinnen auf. Ich habe einen frischen Leberwurst-Köder in Köderdosen ausgelegt. Zusätzlich habe ich ums Haus herum Fipronil als Gießmittel appleziert. Es scheinen ums Haus herum drei Ameisenarten zu leben. Vor allem meine Problemameise Lasius brunneus stürzt sich auf die Überreste des ausgebrachten Gießmittels mit großem Appetit.
    - 03.06. bis 06.06.: Immer noch leichte Aktivität der Arbeiterinnen, die sich nun immer weiter in Räume verirren, die vor der Bekämpfungsmaßnahme nicht besucht wurden. Es sind auch immer mal wieder geflügelte Geschlechtstiere zu sehen (am 06.06. waren es rund 5-6), die dann aber schnell den Weg in meinen Staubsauger finden. Frisch aufgestellte Köder mit dem oben aufgeführten Rezept werden nicht mehr oder zumindest nicht mehr erkennbar aufgenommen.
    - 07.06. bis 09.06.: Wenig Veränderung im Vergleich zu den letzten Tagen - immer noch stark vereinzelnd Arbeiterinnen und mittlerweile weniger tote Tiere vor den Ausgängen zu finden. Am 09.06. morgends eine recht agile Jungkönigin an der Fensterscheibe entdeckt und beseitigt.
    - 10.06. bis 13.06.: Keine Geschlechtstiere oder Arbeiterinnen mehr im Haus zu Gesicht bekommen. Im Garten, direkt ums Haus herum, sind Unmengen an toten Ameisen zu erkennen, die offensichtlich durch das als Gießmittel applezierte Fipronil (s.o.) verendet sind. Die verheerende Wirkung dieses Kontaktgiftes ist wirklich enorm - hoffentlich werde ich es künftig nicht mehr auf die armen Tierchen anwenden müssen. :roll:
    - 14.06. bis 15.06.: Drei kleine Geschlechtstiere (vermutlich männliche Ameisen aufgrund der Größe) im Haus gesichtet. Weiterhin keine Arbeiterinnen mehr zu sehen.


Zuletzt geändert von dlepeschka am 15. Jun. 2011, 11:46, insgesamt 10-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 26. Mai. 2011, 13:16 
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Registriert: 01. Mai. 2011, 13:04
Beiträge: 10
Hallo Herr Dr. Heller,
mit Ihrer Antwort zur Nestsuche von Ameisenköniginnen haben Sie mir die vage Hoffnung genommen vielleicht durch verdichten des Erdreichs rund ums Haus das Eindringen von Ameisen kostengünstig – da in Eigenregie – verhindern zu können.
Trotzdem vielen Dank nicht nur für die Artenbestimmung und Beratung! Alleine dass ich in dieser belastenden Situation
Beistand bekam, ernst genommen wurde und Berichte von Leidensgefährten las hat mir sehr geholfen. Bitte schicken Sie mir die IBAN-Nr. des Vereins.

Gerne hätte ich an dieser Stelle wie ,,dlepeschka,, eine Erfolgsmeldung samt Rezept ins Forum gestellt – doch leider kann ich nur einen Teilerfolg melden. Die Ausrottung der im Haus nistenden Rasenameise war z.B.ein Kinderspiel. Diese Art nahm sowohl das Gemisch aus Spinosad/Wasser/Honig an als auch das Gemisch Fibronil/Katzenfutteer/Wasser. Das war Anfang Mai - einige Tage später gab es keine „Badameisen“ mehr.
Bei der holzzerstörenden Ameisenart L.B od.L.E habe ich anscheinend die auf dem Dach nistende Kolonie erwischt, doch in den beiden Räumen mit Holzboden habe ich sie nach wie vor, obwohl die wenigsten agil wirken und viele tote Ameisen herumliegen. Der Köder (Honig/Fibronil/Wasser 3:1:3) wird einmal angenommen und dann wieder nicht. Proteine in Form von Katzenfutter u. Thunfisch habe ich auch versucht - wurde aber nie angenommen. Ich werde weiter experimentieren – vielleicht habe ich zu viel Gift beigemengt und sie kommen damit nicht zurück bis ins Nest ?
Hoffe sehr, dass ich zumindest das Ausschwärmen verhindern kann.

Grüße aus Österreich
Annemarie


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 26. Mai. 2011, 13:29 
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Registriert: 10. Mai. 2011, 08:05
Beiträge: 59
Hallo Annemarie,

ich kann Sie bestens verstehen und weiß auch, was das für eine Belastung mit den Tierchen ist (schließlich bin ich selbst davon betroffen).
Und ich "arbeite" nun auch schon seit mehr als 3 Jahren an diesem Problem und erfahre mit jedem Mai eines Jahres wieder, dass die eingeleiteten Maßnahmen einmal mehr wirkungslos verpufft waren.
Doch Sie sollten genau wie ich die Hoffnung nicht aufgeben. Denn auch ich glaube noch längst nicht, dass ich die Viecher ein für allemal los bin. Im Gegenteil: Ich gehe eher davon aus, dass die sich wieder berappeln werden und dann vielleicht sogar meinen mit "viel Liebe" gemixten Köder einfach links liegen lassen.

Nun bin ich kein Experte aber wenn ich das mit meiner Situation und meinen Erfahrungen vergleiche, dann denke ich nicht, dass Sie zuviel Gift beigemischt haben. Ich hatte den Gedanken zunächst bei mir auch. Aber wie Sie ja bei meinem "Rezept" sehen, ist der überwiegende Teil Gift-Granulat und das haben die begierig gefressen und es hat wohl auch durchschlagenden Erfolg gehabt.

Eines hat mir dieses Jahr dieses Forum gezeigt: Es ist durchaus möglich, den Ameisen den Spaß an der Hausbesetzung zu vermiesen - auch oder gerade weil ich auf den teuren Schädlingsbekämpfer mit seinen ewig gleichen Durchhalteparolen verzichtet habe. Es kommt anscheinend nur auf die richtige Mixtur des Köders und vermutlich auch den richtigen Zeitpunkt an.

Und genau an der Stelle sollten auch Sie Ihre Hoffnung schöpfen: Vielleicht haben Ihre Ameisen ja zu einem späteren Zeitpunkt auf bestimmte Ködermixturen appetit - und dann erwischen Sie sie auch. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameiseninvasion – um welche Art handelt es sich ?
BeitragVerfasst: 26. Mai. 2011, 19:17 
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Registriert: 10. Mai. 2011, 08:05
Beiträge: 59
Ich habe hier nochmal eine Frage an Herrn Heller:

Wie es aussieht, ist der Ameisenverkehr zumindest derzeit so ziemlich zum Erliegen gekommen.
Allerdings scheint es doch noch Aktivitäten in der Form zu geben, dass die Tierchen offensichtlich das Nest aufräumen. Ich sehe zwar so gut wie gar keine lebenden Ameisen, doch von Tag zu Tag werden mehr Ameiseneinzelteile vor den Nestausgang gelegt. Dabei handelt es sich auch ausschließlich um tote Ameisen oder Teile (abgetrennte Rümpfe, Köpfe etc.) von toten Ameisen.

Erstaunlich ist außerdem, dass dieser Auswurf fast ausschließlich an einem Ausgang erfolgt (nämlich dem, der am nächsten am Fenster ist), den die Ameisen zuvor nicht sehr stark frequentiert hatten.

Nun die Frage:
Können Sie sich erklären, warum da jetzt jeden Tag neue Ameisenkadaver zum Vorschein kommen, obwohl man quasi gar keine lebenden Ameisen mehr sieht? Und wieso werden da auch so viele Ameiseneinzelteile rausgebracht?
Dateianhang:
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