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 Betreff des Beitrags: Langjaehriger Befall von lasius brunneus
BeitragVerfasst: 02. Mai. 2021, 22:04 
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Registriert: 02. Mai. 2021, 20:07
Beiträge: 3
Wir haben seit einem (nicht unterkellerten) Anbau an unser unterkellertes Haus vor 12 Jahren Probleme mit Ameisen, die allerdings in den letzten Jahren so massiv geworden sind, dass wir nicht mehr weiter wissen. Die Ameisen (lasius brunneus) sind bereits im ganzen Haus zu finden.Unser Haus ist eingeschossig und in dem angebauten Raum (40 qm) befindet sich eine Fussbodenheizung . Wir leben direkt am Wald und hatten immer Ameisen auf dem Rasen und der Terrasse .
Vor ca 3 Jahren rieselte aus der Fussleiste der alten Aussenwand staendig Altmaterial toter Ameisen oder aehnliches. Die dem Anbau zugeneigte Wand im Keller ist so feucht, dass Farbe und Putz abblaettern . Das Haus ist aus den 70igern .

Ich vermute, dass in der Fuge zwischen altem Gebaeude und Anbau auf voller Breite (5m) ein oder mehrere grosse Nester sind , da ich von aussen an beiden Hausseiten starkes Ameisenaufkommen festgestellt habe, nachdem ich die Platten hochgenommen habe.

Ich lebe schon immer (allerdings draussen!!!!) mit Ameisen, doch nun vermute ich, dass sie entlang der Daemmung der Fussbodenheizung sowie in der Daemmung vom Estrich Schaden anrichten. Die Tiere sind aeusserst mobil, besonders abends und nachts.
Sie finden sich auch im Bette meiner Kinder und laufen ihnen durchs Gesicht.
Womit ich bei einer meiner Fragen waere ? Was suchen sie im Bett ? Was suchen oder finden sie im Bad ? Das stresst uns am meisten:
sie sind einfach ueberall :an der Wand im Bad, im Wohnzimmer auf dem Sofa und eben im Bett.Was hoffen sie dort zu fressen zu finden ?
Ich stehe im Kontakt mit einem Schaedlingsbekaempfer, der mir sagte , er haette eine neuartige Ortungsstrategie,, um die Nester zu finden, damit man nun nicht alle Fussboeden aufreissen muesse. Einzig und allein ausschlaggebend sei, die Koeniginnen direkt zu erreichen.
Sonst koenne man der Sache nicht dauerhaft herr werden.
Da ich als Laie auf die Aussagen jenes Fachbetriebes angewiesen bin, jedoch mit meiner Familie in keinem auf laengere Sicht kontaminierten Zuhause leben moechte, waere ich Ihnen fuer Ihre Einschaetzung der Situation ueberaus dankbar.

Ich bin zu umfangreichen, grundlegenden Massnahmen bereit, die uns bestmoeglich ohne jaehrliche prophylaktische "Giftspritze" auskommen lassen, um eine Neubesiedelung zu vermeiden.

Letzte Fragen: muss ich mir um meinen Dachboden Sorgen machen, wenn die Ameisen sich (glaube ich) ueber Tuerzarge und Leichtbauwand in einen anderen Raum begeben? Wonach wuerde ich bei einem Dachbodenbefall suchen ?

Ich habe im Forum bereits viele Beitraege und Kommentare zum Thema gelesen und empfinde schon als grosse Hilfe, dass man mit dem Problem nicht allein ist. Vielen Dank fuer Ihre ueberaus wichtige Arbeit.

Herzlichst,


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 Betreff des Beitrags: Re: Langjaehriger Befall von lasius brunneus
BeitragVerfasst: 03. Mai. 2021, 07:29 
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Registriert: 18. Apr. 2016, 07:04
Beiträge: 31
Vielleicht könnten Sie noch kurz beschreiben, was Sie bis jetzt unternommen haben? Wurden Köder ausgelegt (Welche mit welchem Wirkstoff)? Wurden diese angenommen? Sonstige Maßnahmen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Langjaehriger Befall von lasius brunneus
BeitragVerfasst: 03. Mai. 2021, 07:44 
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Registriert: 02. Mai. 2021, 20:07
Beiträge: 3
Bis jetzt habe ich nur die Platten auf meiner Terrasse hochgenommen und dort, wo ich Aktivitaet gesehen habe,Ameisenstopp von Aeroxon als Giessmittel 1 x angewendet . Im Hause versuchte ich normale Koederdosen, die natuerlich gemieden wurden.
Ansonsten keine Massnahmen bis jetzt ausser innen abdichten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Langjaehriger Befall von lasius brunneus
BeitragVerfasst: 03. Mai. 2021, 08:05 
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Registriert: 18. Apr. 2016, 07:04
Beiträge: 31
Dann wäre mein Tipp (Achtung, bin kein Profi!) mit verschiedenen Ködern zu arbeiten. Entweder fertige Gele zum Kaufen oder Eigenmischungen. Dazu gibt es jede Menge Lesestoff im Forum. Stichworte Fipronil und/oder Leberwurstköder. Das kann man als Person, die jeden Tag vor Ort ist viel besser selbst machen und beobachten, als es ein Kammerjäger zeitlich leisten kann!

Die Idee mit der "Lokalisierung" klingt natürlich verlockend und ich frage mich, was dahinter steckt!

Ich würde in jedem Fall vermuten, dass eine Dezimierung der Ameisen hilf, auch wenn man die Königin damit nicht sofort erwischt: Für die Kinder, für die eigene Stimmung und nicht zuletzt um zu Erkennen, wo Ameisen auch nach einer Dezimierung wieder auftauchen.

Grüße der Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Langjaehriger Befall von lasius brunneus
BeitragVerfasst: 03. Mai. 2021, 08:47 
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Registriert: 02. Mai. 2021, 20:07
Beiträge: 3
Vielen Dank fuer diesen hilfreichen Hinweis. Bin jetzt immer davon ausgegangen, dass ich bei der Bekaempfung im Haus selber gar nichts
machen kann. Die befragten Kammerjaeger bieten das Ausbringen von Frassgel fuer ca 250 - 300 € an .
Natuerlich weiss ich sehr genau, wo die Ameisen langlaufen, doch habe ich keine Ahnung, ob es evtl Einbahnstrassen gibt oder wo es wirklich Sinn macht, Frassgel auszubringen und auch wie ...

Ich frage mich ausserdem, ob es sinnvoll waere, den Zugang von aussen zu "erbuddeln" und dort noch zusaetzlich mit Koedern zu arbeiten.
Vielleicht hat der Eine oder die Andere damit Erfahrungen gemacht ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Langjaehriger Befall von lasius brunneus
BeitragVerfasst: 03. Mai. 2021, 08:52 
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Registriert: 18. Apr. 2016, 07:04
Beiträge: 31
Bezüglich Köder würde ich mir das Ausbuddeln erstmal sparen: Wenn so viele Ameisen im Haus sind, sollte die Köderannahme ja kein Problem sein. Die Ameisenstraßen werden dann schon zeigen, in welche Richtung man vielleicht noch mehr ausbringt, um die Aufnahme effektiver zu gestalten.

Das Ausbuddeln wäre vermutlich interessant bzgl. Abdichtung um das Problem und einen Wiederbefall langfristig zu lösen. Da kann ich leider wenig zu sagen.


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